Rund 15.000 Menschen gehen in Bukarest auf die Straße, um für die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu demonstrieren. Das rumänische Parlament behandelt derzeit ein Gesetz gegen sexuelle Vielfalt. Nach Angaben der Veranstalter zogen weit mehr als 15.000 Menschen begleitet - von einem großen Polizeiaufgebot - am Samstag durch die rumänische Hauptstadt.
eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare gibt es in Rumänien bislang nicht. Die Partei der ungarischen Minderheit versucht derzeit, ein Anti-LGBT-Gesetz wie im Nachbarland Ungarn durchzusetzen. Das Gesetz würde Informationen über sexuelle Vielfalt in Schulen verbieten.
»Die Tatsache, dass die Pride-Märsche immer größer werden, während die rechtsextremen Gruppen immer kleiner werden, ist ein positives Zeichen«, sagte der Norweger Tor-Hugne Olsen. Er setzt sich als Leiter der International Planned Parenthood Federation (IPPF) für die Rechte von Lesben und Schwulen ein. »Aber gleichzeitig sehen wir Gesetzentwürfe, die darauf abzielen, die Rechte der LGBT-Menschen oder auch den Zugang zu Sexualaufklärung zu beschneiden.«
Die Partei der ungarischen Minderheit in Rumänien hat einen Gesetzentwurf zur Verhinderung der »Förderung von Homosexualität und Geschlechtsumwandlung« bei Minderjährigen eingebracht. Der Text ist einem umstrittenen Gesetz in Ungarn nachempfunden, das auch die EU-Kommission als diskriminierend anprangert und deshalb rechtlich gegen die Regierung des Rechtskonservativen Viktor Orban vorgeht.