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CSD Berlin Pride 2021

Sterndemo „CSD Berlin Pride“ am 26. Juni 2021

Aktivist*innen planen bereits im Juni eine Pride-„Sterndemo“. Das Konzept: mehrere kleinere Demonstrationen mit jeweils eigenen Themenschwerpunkten ziehen gleichzeitig durch die Stadt.
Die Demos sollen in verschiedenen Berliner Bezirken starten und sich dann gemeinsam in Richtung Alexanderplatz bewegen.

Der Plan wurde entwickelt, um in der Pandemie große Menschenansammlungen zu vermeiden – aber auch, so die Organisator*innen, um „den in Berlin seit Jahrzehnten in der LGBTIQ*-Community so unterschiedlichen, diversen und vielfältigen Menschen Sichtbarkeit und Raum“ zu geben. Die Initiative wolle sich von dem Gedanken verabschieden, „dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat.“

In enger Abstimmung mit der Versammlungsbehörde und der Polizei soll die Sterndemo „coronakonform“ gestaltet werden, Hygienekonzepte sollen regelmäßig angepasst werden. Koordiniert wird das Team von Stefan Kuschner, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berliner CSD e. V.

Bisher wurden drei Demos angemeldet, weitere sollen folgen. Der „Eastpride“ beschäftigt sich inhaltlich mit der Lesben- und Schwulenbewegung in der DDR und in Ostberlin. Er startet an der Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg und beginnt mit einem evangelischen Gottesdienst. Die Situation der queeren Infrastruktur in der Pandemie ist Thema einer in Schöneberg startenden Demo, gemeint sind damit unter anderem Kulturschaffende oder die Club-, Gastro- und Eventbranche. Eine weitere Demo ab Kreuzberg hat antirassistische und queerfeministische Schwerpunkte und wird von Akteur*innen der QTBIPOC*-Community gestaltet.

Unterstützung bei der Anmeldung und der Erstellung eines Hygienekonzeptes finden Interessierte auf csdberlinpride.de.

Pride 2021 in Berlin

Es bleibt spannend beim Berliner CSD: Nachdem bereits zwei Veranstaltungsteams ihre Termine für Pride-Veranstaltungen gemeldet haben, gibt nun auch der CSD e.V., der die Parade in Berlin traditionell veranstaltet, seine Pläne bekannt. Der Umzug soll am 24. Juli als Fußdemonstration stattfinden und um 13 Uhr am Nollendorfplatz starten.

Der Verein, der seine Parade in der Ankündigung als "Ur-CSD" bezeichnet, schreibt: "Wir hoffen, dass das pandemische Geschehen zum Ende des Monats Juli eine bessere Planungssicherheit ergibt. Nichtsdestotrotz möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass es dem Verein wichtig ist, das Versammlungsrecht wahrzunehmen.“ Man wolle 14 Tage vor dem Termin eine genauere Einschätzung vornehmen. An einem Hygiene- und Sicherheitskonzept werde gearbeitet. In den kommenden Wochen will der Verein zudem zu Mottovorschlägen aufrufen.

Damit sind in Berlin nun drei Pride-Paraden in der Pandemie geplant.

Zuerst hatte die neu gegründete "Aktionsgemeinschaft LGBTIQ* Berlin" eine Demo für den 11. September angekündigt - und dem CSD e.V. Untätigkeit vorgeworfen. Der Verein war in der Tat vor allem mit sich selber beschäftigt gewesen, weil ein neuer Vorstand gesucht wurde. Inzwischen ist er gefunden - und zieht Kritik auf sich, weil darin keine Frauen und trans Personen vertreten sind. Der jetzt in den Vorstand gewählte Aktivist Nasser El-Ahmad hatte 2020 eine alternative CSD-Demo organisiert und diese auch in diesem Jahr wieder geplant. Nun wird er seine privat angemeldete Route vom 26. Juni auf das neue Datum im Juli verlegen.

Eine weitere Parade hat das Team CSD Berlin Pride für den 26. Juni angekündigt. Als Stern-Demo sollen drei Züge, die in Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Schöneberg starten, auf den Alexanderplatz zulaufen.

Außerdem ist am 17. Juli der zweite Marzahn Pride geplant, organisiert vom Quarteera, der Verein für russischsprachige LGBTI-Community. Damit werden Queers 2021 zahlreiche Möglichkeiten haben, in Berlin sichtbar für ihre Rechte einzutreten. Fragt sich nur, ob es nicht auch zu Zersplitterungs- und Ermüdungseffekten kommen wird.

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