Schockierender Bericht aus Tschetschenien

Bereits im Dezember 2016 machte die tschetschenische Regierung Jagd auf schwule Männer. Wie willkürlich die Armee und Polizei dabei vorgehen und welsche Qualen die Verhafteten erleiden müssen, zeogt die Geschichte vun Ruslan (*). Dem Radiosender "Radio Swobota", einem Ableger des von US-Kongress finanzierten ...

Radiosenders "Radie Free Europe", erzählte er seine Er wollte einfach nur spontan einen Freund besuchen - und landete im Gefängnis. Es war im März 2017, Ruslan sah am Abend noch Licht im Fenster eines Freundes und beschloss bei ihm anzuklopfen. Doch statt seines Bekannten öffneten Beamte die Tür. Zehn Tage lang wurde er in einem der vielen Geheimgefängnissen des Regimes festgehalten. Die Zustände dort sind schockierend und menschenunwürdig. "Wir haben dort in großen Baracken gelebt, 15 schwule Männer und 20 Drogensüchtige. Nachdem wir auftauchten, ist der "Status" der Drogensüchtigen gestiegen: Sie durften uns beleidigen uns sich über uns lustig machen", erinnerte sich Ruslan. "Während sie Süchtigen in Betten schliefen, mussten die schwulen Inhaftierten die Nächte halbnackt auf dem Boden verbringen.

Die drogensüchtigen Mitinhaftierten bekamen zum größten Teil jenes Essen, das die Verwandten der schwulen Männer gebracht haben. Die Insassen, die wegen ihrer tatsächlichen oder auch nur vermuteten Homosexualität verhaftet wurden, wurden von dem Haftpersonal täglich geschlagen, erniedrigt und mit Frauennamen angesprochen. Auch mussten sie vor den Wärtern und anderen Insassen tanzen. Währenddessen erinnerte sich Ruslan, wurde ein Insasse in einen anderen Raum gebracht und dort mit Eisenstangen geschlagen und Elektroschocks gefoltert. Während der gesamten Haftzeit wurde den schwulen Inhaftierten immer wieder mit dem Tod gedroht.

In den Verhören der Polizei versuchte diese immer wieder Namen von anderen Schwulen zu erfahren. Die anwesenden Polizisten, Ermittler und Armeangehörigen haben sich immer wieder darüber ausgetauscht, wie wichtig die Bekämpfung der Homosexualität sei, erinnerte sich Ruslan während des Gespräches mit "Radia Swobota".

Seinen Verwandten versprachen die Polizisten, dass sie Ruslan gegen Zahlung von einer Millionen Rubel, umgerechnet ca. 16.500 Euro, freigelassen werden würde. - ein Summe die die Angehörigen nicht aufbringen konnte. Nach etwa 10 tagen wurden die schwulen Gefangenen in einer Reihe aufgestellt und unter unsagbaren Demütigungen nacheinander ihren Verwandten übergeben.. Was mit den anderen Gefangenen geschah, weiss Ruslan nicht. Von einem Mitgefangenen las er eine Traueranzeige, wie hoch die Zahl der getöteten Männer ist ist unklar. Schätzungen gehen von bis zu 50 Männern aus! Ruslan ist mittlerweile aus Tschetschenien geflüchtet.

(*) Name zum Schutz des Mannes geändert

Letzte Änderung am Samstag, 15 April 2017 09:11

Kommentare (1)

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  1. SPaktiv

Shocking news. I am deeply sad.

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