Hast du auch Angst um deine Hoden?

Wenn die Hoden plötzlich Probleme bereiten, kann dies auf verschiedene Erkrankungen und Verletzungen zurückzuführen sein. Das Ziehen und Stechen wird oftmals von Rötungen, Schwellungen und Verhärtungen begleitet. Einige Beschwerden lassen sich ganz einfach behandeln, darüber hier etwas mehr - aber keine Experimente! Bei starken Schmerzen, unklaren Ursachen und um weitreichende Gesundheitsrisiken zu vermeiden, sollte jedoch immer ein Arzt aufgesucht werden.

Der Hodensack ist einseitig geschwollen

Ein dichtes Geflecht aus Venen leitet das Blut über die Hoden in die Niere. Sind sie erweitert, geschlängelt oder verdickt, kann dies zu einer Stauung führen - es bildet sich die sogenannte Varikozele. In ihrer leichten Form verursacht die Krampfader in der Regel keine oder nur geringfügige Beschwerden. Im ausgeprägteren Stadium hingegen ist die Gefäßveränderung anhand der typischen einseitigen Schwellung häufig schon mit bloßem Auge zu erkennen. Diese bildet sich im Liegen zurück. Schmerzen treten vor allem bei körperlicher Belastung auf.

Das hilft: Da die Entstehung von Krampfadern genetisch bedingt ist, gibt es keine Möglichkeit zur Vorbeugung. Bei Schmerzen solltest du allerdings gleich den Arzt aufsuchen - wird die Varikozele nicht behandelt, kann dies eine Einschränkung deiner Zeugungsfähigkeit zur Folge haben. Eine Operation wird daher empfohlen.

Schmerzen bei Spiel und Sport

Schläge, Tritte und unnatürliche Bewegungen sind keine Seltenheit im Sport. Sie können mit starken Schmerzen einhergehen und ein Anschwellen des Hodensackes bewirken. In den meisten Fällen ist ein vergleichsweise harmlose Prellung der Hoden ursächlich für diese Beschwerden. Sie können allerdings auch im Zusammenhang mit einer Hodentorsion stehen: Hier rotiert der Hoden in Längsrichtung um den Samenstrang - und unterbricht die wichtige Blutzufuhr.

Das hilft: Bei der Hodentorsion handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort operiert werden muss. Nur so kann ein Absterben des Gewebes verhindert werden. Hodenprellungen bilden sich in der Regel selbst zurück. Um schwerere Verletzungen auszuschließen, macht ärztliche Unterstützung aber auch in diesen Fällen Sinn.

Es bilden sich Schwellungen und Knubbel

Schwellen die Hoden unter starken Schmerzen an, handelt es sich möglicherweise um eine durch Bakterien oder Viren verursachte Entzündung des (Neben-) Hodens. Die Symptome werden oftmals durch Fieber, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Ertastest du einen auffälligen Knubbel oder eine kleine Unebenheit, lässt sich dies eventuell auf einen Hodentumor zurückführen. Das Risiko ist besonders groß, wenn es in deiner Familie Fälle von Hodenhochstand oder -krebs gegeben hat.

Das hilft: In beiden Fällen ist ein Besuch des Arztes dringend anzuraten. Um den Auslöser der Entzündung zu bekämpfen, brauchst du entsprechende Medikamente. Wichtig ist auch eine gute Intimhygiene: Sie nimmt Bakterien den Nährboden.

 

Letzte Änderung am Samstag, 06 Februar 2016 20:56

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